Rübezahl: faking a manuscript

Some Handwriting.

A documentary about the authors who wrote about Rübezahl, the folklore mountain spirit of the Bohemian and Silesian Giant Mountains. We’re preparing a detail shot, showing Johannes Praetorius, one of the historical authors, writing a manuscript. I take over as the hand double writing in historically correct old German Kurrent, the handwriting of those times.

Blog-2014-01-14 (1)

Fancy an extract?

Blog-2014-01-14 (2)

Don’t worry. The text is not only written in a historical handwriting, but also drawn up in 17th century German. So the following transcript also won’t help the German-speaking readers too much ;-)

“Darauf antwortet der [Bursch, es wird zwar wenig]
sein, doch langet er zugleich erst nach dem
Schiebesack und zeucht vom Rest etwan noch
zehen oder eilff Schoten heraus eröffnet eine
und siehet daß es nicht mehr grüne Erbsen
sondern klares gelbes Gold gewesen
welches er auch in den übrigen ertappet
alles miteinander verwahret ungeachtet
daß der Wirth um ein paar bahtet.
Zum anderen visitirete er auch mit Ver-
wunderung seine Flaschen und fand des- […]”

[Praetorius, Johannes: Rübezahl machet Erbsen zu Gold.; in: Des Rübezahls Dritter und gantz Nagel-neuer Historischer Theil. Leipzig, Arnstadt 1673]

Rübezahl: historische Handschrift

Schreibtischjob.

Eine Doku über die Autoren, die über Rübezahl, den Berggeist des Riesengebirges, geschrieben haben.
Es fehlte ein Insert, das einen der historischen Literaten, Johannes Praetorius, beim Verfassen eines Textes zeigt.
Ich übernehme für die Detailaufnahme als Handdouble das Schreiben des Texts in historisch korrekter altdeutscher Kurrentschrift. (Umgangssprachlich, aber falsch, wird sie oft Sütterlinschrift genannt. Die Ausgangsschriften nach Ludwig Sütterlin entstanden erst Anfang des 20. Jahrhunderts.)

Blog-2014-01-14 (1)

Leseprobe gefällig?

Blog-2014-01-14 (2)

Keine Sorge, es liest sich auch abgetippt nicht leichter… ;-)

“Darauf antwortet der [Bursch, es wird zwar wenig]
sein, doch langet er zugleich erst nach dem
Schiebesack und zeucht vom Rest etwan noch
zehen oder eilff Schoten heraus eröffnet eine
und siehet daß es nicht mehr grüne Erbsen
sondern klares gelbes Gold gewesen
welches er auch in den übrigen ertappet
alles miteinander verwahret ungeachtet
daß der Wirth um ein paar bahtet.
Zum anderen visitirete er auch mit Ver-
wunderung seine Flaschen und fand des- […]”

[aus: Praetorius, Johannes: Rübezahl machet Erbsen zu Gold.; in: Des Rübezahls Dritter und gantz Nagel-neuer Historischer Theil. Leipzig, Arnstadt 1673]